Anything in here will be replaced on browsers that support the canvas element

booking com

 

amazon 234x60

Zitat des Augenblicks

"Der Beginn ist der wichtigste Teil der Arbeit." - Platon

Linklisten-Button

Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Germania an ihre Kinder

Germania an ihre Kinder 09 Jul 2015 17:50 #3932

  • Poesie
  • Poesies Avatar
  • Offline
  • Elite-Boom Member
  • Beiträge: 505
Die des Maines Regionen,
Die der Elbe heitre Au'n,
Die der Donau Strand bewohnen,
Die das Odertal bebaun,
Aus des Rheines Laubensitzen,
Von dem duft'gen Mittelmeer,
Von der Riesenberge Spitzen,
Von der Ost- und Nordsee her!

Chor:
Horchet! – Durch die Nacht, ihr Brüder,
Welch ein Donnerruf hernieder?
Stehst du auf, Germania?
Ist der Tag der Rache da?

Deutsche, mut'ger Kinder Reigen,
Die, mit Schmerz und Lust geküßt,
In den Schoß mir kletternd steigen,
Die mein Mutterarm umschließt,
Meines Busens Schutz und Schirmer,
Unbesiegtes Marsenblut,
Enkel der Kohortenstürmer,
Römerüberwinderbrut!

Chor:
Zu den Waffen, zu den Waffen!
Was die Hände blindlings raffen!
Mit dem Spieße, mit dem Stab
Strömt ins Tal der Schlacht hinab!

Wie der Schnee aus Felsenrissen,
Wie auf ew'ger Alpen Höh'n
Unter Frühlings heißen Küssen
Siedend auf die Gletscher gehn:
Katarakten stürzen nieder,
Wald und Fels folgt ihrer Bahn,
Das Gebirg hallt donnernd wider,
Fluren sind ein Ozean –

Chor:
So verlaßt, voran der Kaiser,
Eure Hütten, eure Häuser,
Schäumt, ein uferloses Meer,
Über diese Franken her!

Der Gewerbsmann, der den Hügeln
Mit der Fracht entgegenzeucht,
Der Gelehrte, der auf Flügeln
Der Gestirne Saum erreicht,
Schweißbedeckt das Volk der Schnitter,
Das die Fluren niedermäht,
Und vom Fels herab der Ritter,
Der, sein Cherub, auf ihm steht –

Chor:
Wer in unzählbaren Wunden
Jener Fremden Hohn empfunden,
Brüder, wer ein deutscher Mann,
Schließe diesem Kampf sich an!

Alle Triften, alle Stätten
Färbt mit ihren Knochen weiß;
Welchen Rab' und Fuchs verschmähten,
Gebet ihn den Fischen preis;
Dämmt den Rhein mit ihren Leichen,
Laßt, gestäuft von ihrem Bein,
Schäumend um die Pfalz ihn weichen
Und ihn dann die Grenze sein!

Chor:
Eine Lustjagd, wie wenn Schützen
Auf die Spur dem Wolfe sitzen!
Schlagt ihn tot! das Weltgericht
Fragt euch nach den Gründen nicht!

Nicht die Flur ist's, die zertreten
Unter ihren Rossen sinkt;
Nicht der Mond, der in den Städten
Aus den öden Fenstern blinkt;^
Nicht das Weib, das mit Gewimmer
Ihrem Todeskuß erliegt
Und zum Lohn beim Morgenschimmer
Auf den Schutt der Vorstadt fliegt!

Chor:
Das Geschehne sei vergessen!
Reue mög' euch ewig pressen!
Höh'rem als der Erde Gut
Schwillt an diesem Tag das Blut!

Rettung von dem Joch der Knechte,
Das, aus Eisenerz geprägt,
Eines Höllensohnes Rechte
Ueber unsern Nacken legt!
Schutz den Tempeln vor Verheerung!
Unsrer Fürsten heil'gem Blut
Unterwerfung und Verehrung!
Gift und Dolch der Afterbrut!

Chor:
Frei auf deutschem Grunde walten
Laßt uns nach dem Brauch der Alten,
Seines Segens selbst uns freun
Oder unser Grab ihn sein!“

Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist (1777 – 1811)
Schöne Worte mit Sinn und Klang, sind meine Favoriten.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
  • Firma eintragen in unserem Branchenbuch

© 2014 - 2016 boomplace.com | Viele Grafiken und Banner haben ausschließlich werbende Charakter. Alle Rechte vorbehalten
Alle Marken oder Warenzeichen sind eingetragene Marken oder eingetragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentümer

Zitat Henry Ford: "Wer aufhört zu Werben um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten um Zeit zu sparen."

Wir sagen: Egoismus macht jede Kooperation zu einer Totgeburt.


Let´s BOOM !  Made with  in BERLIN

Presseportal